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Ausführungszeitraum
Bauort
Bauherr
Generalplaner
Gebäudedaten
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2004 - 2007
Frankfurt am Main
Wohnungsbauunternehmen FAAG
FaagTechnik GmbH,
Passivhausplaner Dipl. Ing. Werner Füßler
Geschosswohnungsbau mit 149 Wohneinheiten
Bildnachweis: ISOVER
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Der Sophienhof in Frankfurt am Main ist einen Gebäudekomplex mit 149 Miet- und Eigentumswohnungen in Passivhaus- Bauweise sowie Läden und Gewerberaum.
Das Projekt ist der bis dato größte Passivhaus- Komplex Deutschlands. Er besteht aus 15 Mehrfamilienhäusern und
1000 m² Gewerbeeinheiten und setzt sich aus 1 Solitär, einer Zeile mit vier Mehrfamilienhäusern und einem U-Block mit zehn Mehrfamilienhäusern zusammen.
Unter dem gesamten Komplex befindet sich eine von allen Gebäuden direkt zugängliche belüftete Tiefgarage.
Großzügige Fensterflächen auf den Straßenfronten und zum Innenhof gestatten weiten Lichteinfall in die Wohnungen. Im Innenhof wurde ein 2,2 m tiefer Balkon vor die Fassade gestellt, der neben dem Treppenhaus als weiterer Fluchtweg im Brandfall genutzt werden kann und Teil des umfassenden Brandschutzkonzepts ist, das für das Objekt erstellt wurde. Hierzu gehören ebenfalls die nach außen öffnenden Treppenhaustüren in der Pfosten-Riegel-Konstruktion, die es bis dato nicht am Markt gab. Der Balkon ist weiterhin in das Konzept des sommerlichen Sonnenschutzes integriert.
Die Fenster wurden ebenfalls speziell für die Anwendung entwickelt: Auf handelsübliche 5-Kammer-Kunststoff-Profile wurde eine zusätzliche Dämmschale durch Klebung befestigt. Diese dient gleichzeitig als Befestigung für den Sonnenschutz.
Die Tiefgarage liegt außerhalb der thermischen Hülle und war daher gegen die darüber liegende (warme) Bebauung entsprechend thermisch zu trennen. Hierzu wurde die Stahlbetondecke kellerseitig mit einem dübelfrei verklebten Wärmedämmverbundsystem in 40 cm Stärke versehen.
Mit diesem Passivhaus-Komplex im Geschosswohnungsbau ist ein Standard geschaffen worden, der zeigt, daß auch große Wohnungsbauten wirtschaftlich und energieeffizient in der Passivhaus-Bauweise errichtet werden können.
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Bauzeit: Aushub Mai 2005, Fertigstellung Oktober 06 bis Februar 07
Gebäudeklasse 5 / Sonderbau (HBO §2)
GRZ 0,38 ; GFZ 1,895
Grundstücksfläche: 10.465 m²
BGF a: 18.555 m²
Nutzfläche: 15.170 m²
Energiebezugsfläche nach PHPP:14767 m²
Wohnungsmix: 149 Wohnungen (111 ETW, 38 Mietwohnungen) mit 2 bis 5 Zimmern, 4 – 8 Gewerbeeinheiten, erhöhter Schallschutz für die Wohnungen,
Tiefgarage: ca. 4.600 m², natürlich be- und entlüftet, 156 Pkw-Stellplätze
Konstruktion:
Stahlbeton-Schottensystem mit vorgehängten Holzfassadenelementen und WDVS;
Dachgeschoss als Staffelgeschoss aus vorgefertigten Dach- und Fassaden-Holzelementen;
Balkone als vorgefertigte, vorgestellte Stb.-Konstruktion;
Lüftung:
1 Lüftungszentrale je Haus über dem Treppenhaus angeordnet: Außenluftansaugung und Fortluftauslass über Dach, Filterstufe, elektrisches Vorheizregister zum Frostschutz, Lüftungsgerät mit Gegenstrom-Wärmeübertrager und Gleichstromventilatoren, Vertikalverteilung Zu- und Abluft über F90-Schächte, je Wohnung Abzweige mit Volumenstromreglern und Nachheizregistern, Verteilung Zu- und Abluft innerhalb der Wohnungen über abgehängte Decken
Heizung und Warmwasser:
3 Heizzentralen je mit Gasbrennwertkessel und Pufferspeicher, Wärmeverteilung über eine Heizleitung VL+RL, je Wohnung eine Wärmeübergabestation mit Wärmemengenzähler, direkte Versorung von Zuluftheizregister und Badheizkörper
Luftdichtheit: n50 = 0,3/h
Heizwärmebedarf: 15 kWh/(m²a) berechnet nach PHPP
Primärenergiebedarf: 120 kWh/(m²a) Wohn-/Nutzfläche für Heizung, Warmwasser, Hilfs- und Haushaltsstrom berechnet nach PHPP
Ökologische Aspekte: Passivhaus, Dachbegrünung, hochverdichtete Bebauung: GFZ 1,895 GRZ 0,38
Bauherr: FAAG Frankfurter Aufbau AG, Gutleutstraße 40, 60329 Frankfurt
Generalplaner: FAAG TECHNIK GmbH, Gutleutstraße 40., 60329 Frankfurt
Projektarchitekt und Passivhausplaner: Dipl. Ing. Architekt Werner Füßler
Links:
http://www.passivhausprojekte.de/projekte.php?detail=882
http://www.energie-projekte.de (Projekt Nr. 461)
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Bildnachweis: ISOVER (Bild 1-3), Werner Füßler/ r-m-p (Bild 4-7)
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